Hintergrund
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    Anlässlich der Kommunal- und Europawahl am 25. Mai 2014 beschloss die CDU Ruhr auf ihrem 46. Bezirksparteitag das Regionalprogramm 2014-2020 „Auf dem Weg zur europäischen Metropolregion, Chancen ergreifen-Stärken ausbauen“. Damit unterstreicht die Partei erneut ihren inhaltlichen Gestaltungswillen für das Ruhrgebiet.

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Die Kulturmetropole Ruhr

Die Anziehungskraft der Metropole Ruhr wächst auch mit der Ausstrahlung ihres kulturellen Lebens. Die herausragende Anzahl und Qualität der Kultureinrichtungen gehört zu den besonderen Vorzügen der Metropole Ruhr im internationalen Standortwettbewerb. Die Entscheidung für Essen und die Metropole Ruhr als Kulturhauptstadt Europas 2010 bot zudem die Möglichkeit, die Integrationskraft der Kultur für die gesamte Region zu erschließen. Mehr als früher fühlen sich die Menschen in der Region mit ihrer Metropole Ruhr verbunden. Auch die Bestrebungen der Kommunen, der Region, des Landes und der Wirtschaft, herausragende Kulturereignisse wie die RuhrTriennale, die Ruhrfestspiele oder das Klavier-Festival Ruhr zu etablieren, tragen dazu bei.

Die CDU Ruhr steht für die Stärkung der Kulturinstitutionen in der Kulturmetropole Ruhr auf internationales Spitzenniveau.

Auch bei knappen öffentlichen Mitteln müssen Vielfalt und Niveau der Kulturmetropole Ruhr erhalten werden. Wo die Möglichkeiten einzelner Städte zum Erhalt bedeutender Kulturstätten nicht reichen, müssen regionale Anstrengungen erfolgen. Zur Finanzierung ist auf eine angemessene Kostenbeteiligung der Teilnehmer und Nutzer aller Kulturangebote zu achten. Wer Vielfalt erhalten will, darf Kooperationen und neue Betriebsformen nicht ausschließen. Dies erfordert nicht nur gemeinsame Werbeaktivitäten der einzelnen Kultureinrichtungen, sondern auch ein kommunales Kulturmanagement, das sich neben kulturpolitischen Inhalten auch einer betriebswirtschaftlichen Professionalität öffnet.

Auch freie Bühnen, Galerien und Museen, Theaterinitiativen, Orchester, Vereine und andere freie Träger beleben die Kulturmetropole Ruhr. Der staatliche und kommunale Kulturbetrieb darf freie Träger künstlerischer Aktivitäten nicht von öffentlicher Unterstützung verdrängen oder gar ausschließen. Auch die Kultur braucht den Wettbewerb, der den Anspruch auf Förderung immer wieder auf den Nachweis der Leistung begründet.

Die ältesten Kulturträger in unserer Region sind die Kirchen. Wir treten ein für ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Politik und Kirchen und für einen lebendigen interreligiösen Dialog. Er kann erfolgreich sein, wenn wir wissen, was uns prägt.

Die CDU Ruhr steht für die Vielfalt der Kulturlandschaft und fördert Wettbewerb unter den staatlichen und privaten Akteuren.

Musikschulen, Stadtbüchereien und Volkshochschulen sind für die individuelle Entfaltung und Talentförderung unerlässlich und zugleich wesentliche Voraussetzungen für die Teilhabe am kulturellen Leben. Substanzgefährdende Einsparungen in diesem Bereich sind abzulehnen. Die freien Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung sind zu fördern.

Die CDU Ruhr steht für die Stärkung von Musikschulen, Stadtbüchereien und Volkshochschulen als Beitrag einer sozialverträglichen kulturellen Teilhabe.

Das Kulturhauptstadtjahr leistete einen beeindruckenden Beitrag zum Ausbau der kulturellen Infrastruktur der Region. Den Erfolg gilt es nachhaltig zu sichern und die Entwicklung der Region zur Modellregion für kulturelle Bildung voranzutreiben. Mit dem von der CDU-geführten Landesregierung 2007 initiierten Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ wurde in einem beispiellosen kulturellen Großvorhaben allen Grundschulkindern in der Metropolregion Ruhr das Erlernen eines Musikinstruments zusätzlich zum Musikunterricht an den Schulen ermöglicht. Diese und ähnliche Aktivitäten sind zu stärken.

Die CDU Ruhr steht für die Entwicklung des Ruhrgebiets zur Modellregion für kulturelle Bildung durch die weitere Förderung von Projekten und Aktivitäten.

Auch im Zeichen des strukturellen Wandels bleibt die europäische Metropolregion Ruhr in Geschichte und Gegenwart untrennbar mit ihrer Industrie verbunden. Denkmalschutz ist mit Augenmaß zu betreiben, um Gebäude, Werkanlagen und andere Stätten als Zeugen der Lebens- und Arbeitsgeschichte der Menschen dieser Region zu erhalten. Die Industriekultur ist mit der Bewahrung und Neubespielung bedeutender Industriedenkmäler zu einem herausragenden Alleinstellungsmerkmal mit Identifikationscharakter für die gesamte Region geworden. Die Bewerbung um den Titel UNESCO-Weltkulturerbe ist daher folgerichtig. Ebenso müssen nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 die Vernetzung der regionalen Kultur fortgeführt und die Kooperation der Route der Industriekultur mit den rheinisch-westfälischen Industriemuseen verstärkt werden.

Die CDU Ruhr steht für den Erhalt und die Nutzung industrieller Denkmäler und unterstützt den Ausbau der Industriekultur sowie die Bewerbung mit der Route der Industriekultur um den Titel als UNESCO-Weltkulturerbe.


Auszug aus dem Regionalprogramm der CDU Ruhr 2014-2020 mit dem Titel "Auf dem Weg zur europäischen Metropolregion Ruhr. Chancen ergreifen - Stärken ausbauen". Beschlossen auf dem Bezirksparteitag am 28. März 2014.

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