Hintergrund
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
  • Teaser
    Anlässlich der Kommunal- und Europawahl am 25. Mai 2014 beschloss die CDU Ruhr auf ihrem 46. Bezirksparteitag das Regionalprogramm 2014-2020 „Auf dem Weg zur europäischen Metropolregion, Chancen ergreifen-Stärken ausbauen“. Damit unterstreicht die Partei erneut ihren inhaltlichen Gestaltungswillen für das Ruhrgebiet.

Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
Die Bildungsmetropole Ruhr

Die wichtigste Antwort auf die Herausforderungen durch Globalisierung, Internationalisierung, Veränderung der Arbeitswelt, Armut und demografischen Wandel lautet: Bildung und Erziehung. Noch immer sind die soziale und die ethnische Herkunft prägend für den Bildungserfolg von Kindern. Bildungsteilhabe muss für alle Kinder unseres Landes in die Tat umgesetzt werden, wobei auch die Bildungsteilhabe von Kindern mit Behinderungen gewährleistet sein muss. Die Landesregierung ist aufgefordert, Inklusion an den Regelschulen zu implementieren. Dabei darf den Betroffenen nicht die Möglichkeit genommen werden, als Alternative auch ein Förderschulangebot auszuwählen. Damit die Inklusion gelingen kann, ist es außerdem zwingend erforderlich, dass das Land den Städten und Gemeinden die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellt.

Die CDU Ruhr steht für Bildungsgerechtigkeit unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft und für eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Umsetzung der Inklusion.

Ziel der Schulpolitik ist die bestmögliche Bildung für jedes Kind. Die CDU-geführte Landesregierung hat in den Jahren 2005 bis 2010 die individuelle Förderung für jedes Kind zum Leitbild ihrer Bildungspolitik gemacht. Der jetzt parteiübergreifend vereinbarte Schulkonsens rückt deshalb folgerichtig das Wohl des einzelnen Kindes in den Mittelpunkt und unterstreicht die Schulvielfalt, zu der neben den Gymnasien auch die Real-, Sekundar- und Gesamtschulen zählen. Auch an Hauptschulen ist dort festzuhalten, wo sie noch nachgefragt werden. Eine Konzentration der Schullandschaft allein auf Gesamtschulen und Gymnasien ist entschieden abzulehnen.

Die CDU Ruhr steht für eine ideologiefreie Schulvielfalt, die sich unter Beibehaltung des gegliederten Schulsystems am Kindeswohl und am tatsächlichen Bedarf orientiert.

Die Situation vieler Kinder und Jugendlicher sowie derer Familien ist heute stark geprägt von einer gesellschaftlichen Realität, die hohe Anforderungen an Eltern als Erziehende, an Arbeitgeber, an Arbeitnehmer und an Ehe- und Lebenspartner stellt. Die „Familienkultur“ hat dabei für die Bildungsperspektiven von Kindern und Jugendlichen einen besonderen Stellenwert.

Die vordringliche Verantwortung der Eltern für das Aufwachsen ihrer Kinder wird heute zunehmend durch Angebote in öffentlicher Verantwortung ergänzt, wobei es wesentlich auf das gelingende Ineinandergreifen von privater und öffentlicher Verantwortung ankommt.

Die Einführung von „Familienzentren“ in Nordrhein-Westfalen durch die CDU-geführte Landesregierung hat in den vergangenen Jahren in erheblicher Weise zu einer Unterstützung von Familien in ihren verschiedenen Lebenssituationen beigetragen. Der Ausbau von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege hat zu einer Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geführt. Die Einführung der verpflichtenden Sprachstandsfeststellung und –förderung für Kinder im Elementarbereich hat dazu geführt, dass mehr Kinder von Anfang an dem Unterricht in der Grundschule folgen können. Dennoch steht das Schaffen von gleichen Startchancen für Kinder unverändert auf der Tagesordnung, denn: Immer noch gibt es zu viele Schul-, Ausbildungs- und Studienabbrüche.

Die CDU Ruhr steht für eine frühzeitige Unterstützung von Kindern und Eltern. Der weitere Ausbau der Kindertagesbetreuung und der Familienzentren wird bedarfsorientiert vorangetrieben. Die verbindliche Sprachstandsfeststellung und –förderung wollen wir gemeinsam mit den Eltern, den Praktikern und der Wissenschaft weiterentwickeln.

Integration ist ein Thema, das die Zukunftsfähigkeit unserer Städte mitbestimmen wird. Ziel unserer Integrationspolitik muss es sein, die Vielfalt unserer Mitbürger anzuerkennen. Vielfalt ist Bereicherung, wenn Integration gelingt. Ein wesentlicher Baustein gelingender Integration sind erfolgreiche Maßnahmen zur Sprach- und Integrationsförderung.

Ziel der CDU ist es, Handlungskonzepte zur Förderung der Sprachkompetenz von Eltern eng in den Alltag der Kinder einzubinden. Dazu gehört auch, dass in Abstimmung mit den Kindertageseinrichtungen und Grundschulen unter Einbeziehung der Eltern ein gemeinsames Verständnis von interkultureller Erziehung entwickelt wird, denn: Mehrsprachigkeit von Kindern und Eltern ist ein Gewinn.

Projekte wie „Griffbereit“ oder „Rucksack“, die sich an Eltern mit Zuwanderungshintergrund richten, sollen weiter gefördert und unterstützt werden. An Grundschulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus Familien mit Zuwanderungshintergrund soll das Projekt „Rucksack“ ebenfalls etabliert und gefördert werden.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist im Vergleich zu anderen europäischen Staaten niedrig. Insbesondere mittelständische und familiengeführte Unternehmen leisten dank der dualen Ausbildung einen elementaren Beitrag zur Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt. Aber auch Maßnahmen wie das Werkstattjahr, das Ausbildungsprogramm für die Pflege alter Menschen sowie die Aktion „Jugend in Arbeit plus“ reduzieren die Jugendarbeitslosigkeit und geben Jugendlichen eine Perspektive auf Teilhabe am Arbeitsleben. Diesen Beitrag gilt es auch in Hinblick auf die Akademisierungsdebatte in Deutschland und dem Ruf nach Ausweitung der Studierendenzahlen hervorzuheben.

Die CDU Ruhr steht für die Stärkung der dualen Ausbildung und für eine frühzeitige Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt.

Der Wettbewerb um die besten Köpfe der Welt und damit um den Standort der europäischen Metropolregion Ruhr wird an den Hochschulen entschieden. Um die Innovationsfähigkeit der Hochschulen dauerhaft auf hohem Niveau zu halten und die internationale Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen, sind Reformen und eine intensive Förderung notwendig. Mit dem Hochschulfreiheitsgesetz haben die Universitäten und Fachhochschulen des Landes die Möglichkeit erhalten, sich zukunftsfähig zu entwickeln und dem Wettbewerb zu stellen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auszubauen.

Die CDU Ruhr steht für den Ausbau der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Hochschulen durch stärkere Eigenständigkeit und intensivere Verzahnung mit der Wirtschaft.

Eine besondere Herausforderung ist dabei die Frage, wie die deutschen Universitäten als die zentralen Wissenschaftseinrichtungen ihre internationale Sichtbarkeit verbessern können. Das stellt besondere Anforderungen an das föderale System, das trotz unterschiedlicher Wege zu einem bundesweit vergleichbaren und weltweit wettbewerbsfähigen hohen Qualitätsstandard in Forschung und Lehre führen muss. Die Debatte über die Beteiligung des Bundes und die Beseitigung des sogenannten Kooperationsverbots im Bereich von Wissenschaft, Forschung und Hochschulen muss daher geführt werden.

Die CDU Ruhr steht für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Bildungs- und Forschungsbereich.


Auszug aus dem Regionalprogramm der CDU Ruhr 2014-2020 mit dem Titel "Auf dem Weg zur europäischen Metropolregion Ruhr. Chancen ergreifen - Stärken ausbauen". Beschlossen auf dem Bezirksparteitag am 28. März 2014.

Termine